Dienstag, 30. Juni 2026

Roulette-Varianten im Vergleich

American, English und French Roulette im Überblick


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      30. Juni 2026, Jonathan Schönholzer


Roulette gehört zu den bekanntesten Casino-Spielen weltweit. Das Prinzip scheint einfach: eine Kugel rollt auf einem rotierenden Rad, die Spieler setzen auf Zahlen oder Farben, und der Zufall entscheidet. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt erstaunliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Versionen. Die drei bekanntesten Varianten sind American Roulette, European Roulette (auch English Roulette genannt) und French Roulette. Sie unterscheiden sich nicht nur im Aufbau des Kesselrades, sondern auch in den Regeln und damit in den Gewinnchancen für die Spieler. Wer die Unterschiede kennt, kann bewusster entscheiden, an welchem Tisch er sein Glück versuchen möchte.

Die Besonderheiten der English Roulette

English Roulette, oft auch als European Roulette bezeichnet, ist die am weitesten verbreitete Variante in europäischen Casinos und bei Online-Anbietern. Ihr Kessel besteht aus 37 Feldern, die Zahlen von eins bis sechsunddreissig sowie eine grüne Null umfassen. Jede Zahl kommt genau einmal vor. Dieser Aufbau führt zu einem sogenannten Bankvorteil von etwa 2,7 Prozent, was bedeutet, dass das Casino auf lange Sicht einen vergleichsweise geringen Vorteil gegenüber den Spielern hat. Die Regeln sind klar und überschaubar. Spieler können auf einzelne Zahlen, auf Farben, auf gerade oder ungerade Zahlen oder auf verschiedene Zahlenkombinationen setzen. Die English Roulette gilt als der Klassiker unter den Roulette-Varianten und ist aufgrund des niedrigen Hausvorteils bei vielen erfahrenen Spielern beliebt.

Das Besondere an der French Roulette

Die French Roulette ähnelt auf den ersten Blick der englischen Version, da auch sie nur eine Null besitzt. Der entscheidende Unterschied liegt in den Zusatzregeln, die den Bankvorteil noch weiter reduzieren. Bei der French Roulette gibt es die sogenannten La Partage- und En Prison-Regeln. Die La Partage-Regel besagt, dass der Spieler bei einem Einsatz auf einfache Chancen wie Rot oder Schwarz oder gerade oder ungerade die Hälfte seines Einsatzes zurückerhält, wenn die Kugel auf der Null landet. Die En Prison-Regel geht noch einen Schritt weiter. Bei dieser Variante bleibt der Einsatz des Spielers für die nächste Runde stehen, wenn die Null fällt. Gewinnt die nächste Runde, erhält der Spieler seinen vollen Einsatz zurück, verliert er, ist der Einsatz verloren. Beide Regeln senken den Hausvorteil auf etwa 1,35 Prozent, was die French Roulette zur spielerfreundlichsten Variante macht. Darüber hinaus wird die French Roulette oft mit französischen Bezeichnungen für die einzelnen Setzfelder angeboten, was ihr ein besonderes Flair verleiht.

Die Eigenheiten der American Roulette

Die American Roulette unterscheidet sich deutlich von ihren europäischen Verwandten. Ihr Kessel besitzt nicht nur eine Null, sondern zusätzlich eine Doppel-Null, die mit zwei Nullen gekennzeichnet ist. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Felder auf insgesamt achtunddreissig. Der Bankvorteil steigt durch die Doppel-Null auf etwa 5,26 Prozent, was mehr als das Doppelte des europäischen Vorteils ist. Für das Casino ist diese Version also profitabler, für die Spieler hingegen weniger vorteilhaft. Manche amerikanische Casinos bieten zusätzlich eine spezielle Fünf-Zahlen-Wette an, die fünf bestimmte Felder umfasst und einen noch höheren Hausvorteil von über sieben Prozent aufweist. Die American Roulette ist vor allem in den USA und in einigen asiatischen Casinos verbreitet, während sie in Europa eher selten anzutreffen ist. Wer die Wahl hat, sollte die American Roulette eher meiden, da die zusätzliche Null die Gewinnchancen deutlich verschlechtert.

Welche Variante sollte man wählen?

Die Wahl der richtigen Roulette-Variante hängt von mehreren Faktoren ab. Wer den niedrigsten Bankvorteil sucht, ist mit der French Roulette am besten beraten, insbesondere wegen der La Partage- und En Prison-Regeln. Die English Roulette ist ebenfalls eine gute Wahl, da sie einen soliden Hausvorteil von 2,7 Prozent bietet und in den meisten europäischen Casinos verfügbar ist. Die American Roulette sollte man vermeiden, wenn es Alternativen gibt, da die Doppel-Null die Verlustwahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Ein weiterer Punkt ist das persönliche Spielgefühl. Manche Spieler schätzen die französische Terminologie und die besondere Atmosphäre der French Roulette, während andere die schlichtere Darstellung der English Roulette bevorzugen. Auch das Budget spielt eine Rolle, da an verschiedenen Tischen unterschiedliche Mindesteinsätze gelten können.

Roulette ist und bleibt ein Glücksspiel, bei dem am Ende immer der Zufall entscheidet. Dennoch kann es nicht schaden, die Unterschiede zwischen den Varianten zu kennen. Wer sich für die French Roulette oder die English Roulette entscheidet, hat zumindest mathematisch etwas bessere Karten als an einem American Roulette Tisch. Ein kluger Spieler informiert sich vor dem Setzen und wählt die Version, die seinen Vorstellungen am besten entspricht. Den entscheidenden Moment auf dem Roulette-Kessel wird das allerdings nicht verändern. 

Übrigens: Roulette lässt sich nicht nur im Casino spielen. Für private Anlässe, Firmenfeiern oder Events können Roulette-Tische gemietet oder komplette Casino-Events gebucht werden – beispielsweise bei Casinoshop.ch oder Casinorent.ch.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr erfolgen und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Bildquelle: YuliiaKa via Magnific

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