Freitag, 29. August 2025

Staatliche Glücksspielpolitik auf dem Prüfstand

Soll der Staat mit Glücksspiel Geld verdienen? Zwischen Verantwortung und Gemeinwohl


Lesezeit:            4 Min.
Publikation:       29. August 2025, Jonathan Schönholzer



In der Schweiz fliessen jedes Jahr rund eine Milliarde Franken aus dem legalen Glücksspiel an den Staat genauer gesagt an AHV/IV sowie an gemeinnützige Projekte in den Kantonen. Doch diese scheinbar sinnvolle Umverteilung gerät zunehmend in die Kritik. Avenir Suisse, ein wirtschaftsliberaler Think-Tank, hat jüngst einen radikalen Vorschlag gemacht: Der Staat soll nicht länger als Betreiber und Nutzniesser des Glücksspiels auftreten. Stattdessen solle er sich auf seine Rolle als neutraler Regulator beschränken und die Einnahmen an die Bevölkerung zurückgeben. Was zunächst ungewöhnlich klingt, wirft grundlegende Fragen zu Moral, Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft auf.

Die aktuelle Situation: Staat als Profiteur

Gemäss dem Schweizer Geldspielgesetz von 2019 ist es Aufgabe des Staates, das Glücksspiel zu regulieren, vor Missbrauch zu schützen und gleichzeitig die Gewinne aus Lotterien und Casinos für das öffentliche Wohl zu verwenden. Das bedeutet: Während Spielsucht bekämpft wird, finanziert dieselbe Branche gleichzeitig kulturelle Einrichtungen, Sportvereine oder soziale Institutionen. Es entsteht ein Interessenkonflikt, denn jeder Franken, der nicht verspielt wird, ist ein Franken weniger für die AHV oder den Fussballverein um die Ecke.

Die Abhängigkeit vom Glücksspiel als Finanzquelle widerspricht dem eigentlichen Ziel, problematisches Spielverhalten zu reduzieren. Das System belohnt den Konsum, selbst wenn dieser schädlich ist. Ist das langfristig vertretbar?

Der Vorschlag: Rückverteilung statt Staatsgewinn

Avenir Suisse plädiert für eine Trennung von Glücksspiel und Staatskasse. Die Einnahmen sollen künftig nicht mehr zentral an den Staat oder kantonale Fonds fliessen, sondern direkt an die Bevölkerung zurückverteilt werden. Denkbar wären zum Beispiel:

  • Gutschriften bei den Krankenkassenprämien

  • Sport- oder Kulturgutscheine für alle Haushalte

  • Steuergutschriften oder einkommensunabhängige Transfers

Ein solcher Ansatz würde den Staat nicht zum interessierten Zuschauer des Glücksspielverhaltens machen, sondern zu einem neutralen Schiedsrichter, der wirklich nur reguliert und schützt – frei von finanziellen Eigeninteressen.

Chancen und Risiken einer Reform

Ein solcher Systemwechsel hätte mehrere positive Effekte:

  • Der Staat könnte glaubwürdiger gegen Spielsucht vorgehen.

  • Die Bevölkerung würde direkt von den Einnahmen profitieren – und das transparent.

  • Es käme zu einer offenen Debatte, wie viel Glücksspiel eine Gesellschaft tolerieren sollte.

Gleichzeitig gibt es aber auch Herausforderungen:

  • Viele gemeinnützige Projekte hängen derzeit existenziell von Lotterie- oder Casinogeldern ab. Eine Umstellung würde Übergangsregelungen erfordern.

  • Die Verteilung müsste gerecht und unbürokratisch erfolgen, ohne neue Kostenapparate.

  • Eine rein marktorientierte Glücksspielwirtschaft könnte zu aggressiverem Marketing führen, wenn der Staat keine Schutzmechanismen dagegen etabliert.

Zeit für eine Grundsatzdebatte

Die Diskussion um die Rolle des Staates im Glücksspiel ist längst überfällig. Solange der Staat selbst finanziell profitiert, bleibt seine Schutzfunktion fragwürdig. Eine Reform hin zu einer entkoppelten, bürgernahen Verteilung der Einnahmen wäre ein mutiger Schritt – aber einer, der das System fairer, transparenter und zukunftsfähiger machen könnte.
Es geht nicht darum, das Glücksspiel abzuschaffen, sondern darum, es ethisch und gesellschaftlich verantwortungsvoll zu gestalten. Die Vorschläge von Avenir Suisse liefern dafür eine spannende Vorlage, und sollten breit diskutiert werden.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

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Mittwoch, 20. August 2025

Illegales Online-Glücksspiel in der Schweiz: Warum Netzsperren nicht reichen

Warum Netzsperren illegales Online-Glücksspiel in der Schweiz kaum bremsen


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      20. August 2025, Jonathan Schönholzer


Seit der Einführung des revidierten Geldspielgesetzes im Jahr 2019 versucht die Schweiz, den Online-Glücksspielmarkt stärker zu regulieren und den Schutz der Spielenden zu verbessern. Ein zentrales Element dieser Regulierung: Netzsperren gegen illegale Anbieter. Nur Schweizer Casinos mit offizieller Konzession, wie das Grand Casino Luzern oder das Grand Casino Baden, dürfen Online-Glücksspiele legal anbieten. Doch trotz dieser Massnahmen zeigt sich heute: Die Zahl der Zugriffe auf ausländische, nicht lizenzierte Plattformen nimmt wieder zu und das ist ein Problem.
Pokerchips auf einem Laptop

Die Realität hinter der Sperre

Die Idee hinter den Netzsperren ist einfach: Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) veröffentlicht regelmässig eine Blacklist mit ausländischen Online-Casinos, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Internetprovider sind verpflichtet, den Zugang zu diesen Seiten zu blockieren, ein Vorgehen, das sich technisch als sogenannte DNS-Sperre umsetzen lässt.

Doch hier liegt auch der Haken: Diese Sperren lassen sich mit wenig Aufwand umgehen. Ein VPN (Virtual Private Network), ein alternativer DNS-Server oder ein einfacher Proxy-Dienst genügen oft, um wieder Zugang zu den gesperrten Seiten zu erhalten. Entsprechende Anleitungen sind frei im Internet verfügbar und vor allem junge Nutzer kennen sich damit gut aus.

Warum greifen die Leute auf illegale Anbieter zurück?

Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele nicht lizenzierte Plattformen locken mit höheren Gewinnen, aggressiven Bonusprogrammen, mehr Spielauswahl und niedrigeren Einstiegshürden. Manche Schweizer Anbieter wirken dagegen fast konservativ, was politisch gewollt ist, aber bei spielwilligen Konsumenten nicht immer gut ankommt.

Ein weiterer Aspekt ist die Werbung: Obwohl sie in der Schweiz für illegale Anbieter verboten ist, tauchen immer wieder Werbeanzeigen auf Social-Media-Plattformen wie TikTok, YouTube oder Instagram auf. Sie richten sich besonders an ein junges Publikum und nutzen Gamification, um den Einstieg so einfach und unterhaltsam wie möglich zu gestalten.

Die Schattenseite: Spielsucht und Kontrollverlust

Was für viele wie ein harmloser Zeitvertreib beginnt, kann schnell in einer Abwärtsspirale enden. Bei illegalen Anbietern fehlt es an wirksamen Spielerschutzmechanismen, wie z. B. Einzahlungslimits, Spielsperren oder Suchtprävention. Auch bei Problemen mit Auszahlungen oder unfairem Spielverhalten haben Nutzern keinerlei rechtlichen Rückhalt, sie bewegen sich in einem rechtsfreien Raum.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Betroffenen: Laut Suchtfachstellen melden sich zunehmend junge Erwachsene mit problematischem Spielverhalten, das häufig auf Online-Plattformen zurückzuführen ist, die gar nicht legal erreichbar sein dürften.

Was müsste passieren?

Die aktuelle Situation zeigt: Netzsperren allein reichen nicht aus. Nötig wären kombinierte Ansätze:

  • Bessere Aufklärung, vor allem bei Jugendlichen, über Risiken und technische Umgehungsmethoden.

  • Strengere Kontrolle internationaler Werbeplattformen, um Werbung für illegales Glücksspiel zu unterbinden.

  • Technische Weiterentwicklung der Sperren, z. B. durch Deep Packet Inspection oder dynamische Filter.

  • Und nicht zuletzt: Eine Diskussion über die Attraktivität der legalen Schweizer Anbieter, die für viele Spieler aktuell nicht konkurrenzfähig erscheinen.

Illegales Online-Glücksspiel ist längst kein Randphänomen mehr. Die Schweiz hat mit dem Geldspielgesetz wichtige Schritte unternommen, doch die Realität des digitalen Raums holt die Regulierung ein. Wenn der Zugang zu gesperrten Seiten einfacher ist als das Eröffnen eines legalen Spielerkontos, dann besteht dringender Handlungsbedarf. Denn hinter den bunten Bildschirmen lauert nicht nur der Reiz des schnellen Geldes, sondern oft auch der Verlust von Kontrolle, Sicherheit und Selbstbestimmung.

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Mittwoch, 13. August 2025

Was macht ein gutes Online-Casino aus?

Die wichtigsten Kriterien für sicheres und faires Spielen


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:       13. August 2025, Jessy Thür


Das Online-Glücksspiel hat in den letzten Jahren grosses Interesse gewonnen. Immer mehr Spieler greifen auf das Online-Casino-Erlebnis zurück. Die Auswahl ist riesig, doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell, nicht jedes Casino arbeitet seriös und nicht alle Anbieter sind legal lizenziert. Um sicherzustellen, dass du dich in einem sicheren und fairen Umfeld bewegst, gibt es bestimmte Merkmale, an denen sich seriöse Anbieter von weniger vertrauenswürdigen Plattformen unterscheiden.

Beispielbild Online-Casino auf Laptop 

Im Folgenden erfährst du, welche Kriterien dabei helfen, seriöse und hochwertige Online-Casinos schnell zu identifizieren. Denn ein qualitativ gutes Casino setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die nicht nur die Sicherheit und den Spielspass garantieren, sondern auch faire Bedingungen und benutzerfreundliche Erfahrungen zusichern.

Überprüfung der Lizenz des Online-Casinos

In der Schweiz dürfen nur lizenzierte Anbieter legale Online-Glücksspiele anbieten. Dies regelt das Bundesgesetz über das Geldspiel (Geldspielgesetz, GSG), welches seit dem 1. Juli 2019 in Kraft ist. Denn legale Online-Glücksspiele dürfen nur landbasierte Schweizer Casinos, die eine Lizenz der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) erhalten haben, betreibenAchte darauf, dass die Online-Casinos eine Schweizer Lizenz besitzen, ansonsten sind sie in der Schweiz nicht legal.

Zugang zu internationalen Casinos

Online-Casinos ohne Schweizer Lizenz werden von Internetdienstanbietern blockiert.
Wenn du auf ein Casino zugreifst, das in der Schweiz nicht legal ist, wirst du nicht auf die Seite weitergeleitet, sondern sie wird direkt blockiert. Wenn dies der Fall ist, wäre dies ein klares Zeichen, dass das Casino in der Schweiz nicht legal ist. International lizenzierte Casinos dürfen laut dem Schweizer Glücksspielgesetz nicht direkt Dienste an Spieler anbieten. Jedoch sind diverse ausländische Anbieter zugänglich. Das bedeutet aber nicht, dass diese legal sind. Falls du auf so einer Seite spielst, übernimmst du selbst das Risiko, dass deine Gewinne nicht ausgezahlt werden oder rechtliche Konsequenzen drohen.

Offizielle Quellen überprüfen

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) ist die zuständige Behörde in der Schweiz, die sicherstellt, dass alle Online-Casinos mit Schweizer Lizenz den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Auf der offiziellen Website der ESBK findest du eine aktuelle Liste aller legalen und lizenzierten Online-Casinos in der Schweiz. Es lohnt sich, diese vor der Registrierung zu prüfen, um nur bei seriösen Anbietern zu spielen.

Bewertung und Erfahrungsberichte

Schau dir die Online-Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Spieler an. Dort findest du häufig wichtige Hinweise, Warnungen und Informationen über seriöse oder unseriöse Casinos. So kannst du besser einschätzen, ob ein Casino vertrauenswürdig ist.

Anbieter mit landbasierten Casinos bevorzugen

Online-Casinos, die mit einem landbasierten Casino verbunden sind, verfügen in der Regel über eine offizielle Lizenz, die direkt vom Betreiber des physischen Casinos ausgestellt und verwaltet wird. Diese Anbieter gelten meist als besonders seriös und bieten zusätzliche Sicherheit für die Spieler.

Verantwortungsvolles Glücksspiel

Seriöse Online-Casinos bieten Programme für verantwortungsvolles Glücksspiel an. Dazu gehören unter anderem auch Limits für Einzahlungen oder Spielzeiten, um das Spielverhalten zu kontrollieren. Zudem verlinken sie häufig auf Hilfsorganisationen wie GamCare oder GambleAware, die Unterstützung bei problematischem Spielverhalten bieten.

Fazit

Um herauszufinden, ob ein Online-Casino in der Schweiz gut und legal ist, solltest du auf vier grundlegende Punkte achten:
  1. Gültige Schweizer Lizenz: Prüfe, ob das Casino eine offizielle Lizenz besitzt.
  2. Zugänglichkeit der Seite: Wenn eine Casinoseite blockiert ist oder du keinen Zugang hast, ist sie höchstwahrscheinlich illegal.
  3. Offizielle Stellen konsultieren: Überprüfe Listen und Informationen der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK).
  4. Bewertungen und Erfahrungsberichte: Schau dir an, was andere Spieler über das Casino berichten.
Indem du diese einfachen Schritte befolgst, kannst du dich entspannt zurücklehnen und dein Spielerlebnis in einem seriösen Online-Casino geniessen. Auf casinos.ch findest du alle wichtigen Informationen sowie eine aktuelle Übersicht der offiziell lizenzierten Schweizer Online-Casinos. Besuche die Seite und finde dein passendes Casino!

Quellen:


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Donnerstag, 7. August 2025

Neue Regelung zur Lizenzvergabe in der Schweiz

Lizenzvergabe 2025–2044: Ein Wendepunkt für Schweizer Glücksspiel


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:       08. August 2025, Jonathan Schönholzer

Seit dem Beginn des Jahres 2025 ist in der Schweiz eine neue Phase der Glücksspielregulierung in Kraft. Der Bundesrat hat im November 2023 die Konzessionen für alle Schweizer Spielbanken neu vergeben, für den Zeitraum von zwanzig Jahren, bis Ende 2044. Diese umfassende Neuvergabe betrifft sowohl landbasierte Casinos als auch Online-Casino-Lizenzen und bringt bedeutende Neuerungen mit sich.

Zwei neue Standorte für die Casinolandschaft

Erstmals wurden 22 Konzessionen für stationäre Casinos vergeben. Besonders erwähnenswert: Die beiden Städte Lausanne und Winterthur erhielten erstmals eine Spielbankenkonzession. Damit sollen neue regionale Märkte erschlossen und bestehende Angebote ergänzt werden. In diesem Zusammenhang gewinnen auch spezialisierte Dienstleister rund um Casinobetrieb und infrastruktur an Bedeutung, etwa Unternehmen, wie Casinorent, die professionelles Casino-Equipment für Events, temporäre Spielangebote oder Eröffnungsfeiern bereitstellen. In den meisten bisherigen Casinostandorten haben die bestehenden Betreiber ihre Lizenz behalten. Nur in wenigen Regionen, etwa Lausanne oder Wallis, kam es zu Konkurrenzsituationen unter Bewerbern.

Online-Glücksspiel im Aufwind

Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht aber klar der digitale Bereich. Insgesamt wurden zwölf Online-Casino-Lizenzen vergeben, so viele wie nie zuvor. Diese Erlaubnisse gelten ausschliesslich für Betreiber, die auch über eine stationäre Konzession verfügen. Online-Angebote wie mycasino.ch (Grand Casino Luzern) oder jackpots.ch (Grand Casino Baden) bleiben damit auch nach 2025 legal und aktiv. Neu hinzugekommen sind unter anderem die Casinos in Locarno und St. Moritz, die ab 2025 erstmals Online-Casinospiele anbieten dürfen.

Das Bewerbungsverfahren wurde bereits 2022 eingeleitet. Die Eidgenössische Spielbankenkommission prüfte dabei sämtliche Anträge intensiv, insbesondere hinsichtlich finanzieller Stabilität, Integrität der Betreiber, technischer Sicherheit und Spielerschutzkonzepte. Ein zentrales Kriterium war zudem, wie gut die Anbieter Massnahmen gegen Spielsucht und Geldwäscherei umsetzen können.

Mehr Schutz für Spielerinnen und Spieler

Für Spielerschutz und Prävention sind auch weitere Entwicklungen entscheidend. So tritt ab 2025 ein grenzüberschreitendes Sperrsystem mit Liechtenstein in Kraft: Personen, die in der Schweiz gesperrt sind, können künftig auch in Liechtenstein nicht mehr legal spielen, und umgekehrt. Gleichzeitig werden Werberichtlinien verschärft. Unter anderem ist Werbung für Online-Casinos im Fernsehen vor 22 Uhr nicht mehr erlaubt.

Auch gesellschaftlich wird die Rolle des Staates im Glücksspielgeschäft zunehmend hinterfragt. Denn Bund und Kantone sind nicht nur für die Regulierung zuständig, sondern profitieren auch direkt finanziell. Kritiker fordern mehr Transparenz und eine stärkere Rückverteilung der Glücksspielerträge an die Bevölkerung, etwa durch Prämienentlastung im Gesundheitswesen oder direkte Rückflüsse in Sozialprojekte.

Strukturierter Neustart mit Potential

Was bedeutet all das für die Zukunft? Die neuen Konzessionen geben den Spielbanken Planungssicherheit bis 2044. Sie erlauben es, den digitalen Markt kontrolliert auszubauen, den Schwarzmarkt einzudämmen und gleichzeitig den Spielerschutz zu stärken. Noch offen bleibt allerdings die Konzession für die Zone Schaffhausen, hier wird erst 2028 eine neue Bewertung im Rahmen eines umfassenden Casinolandschaftsberichts erfolgen.

Die Lizenzvergabe 2025 markiert einen strategischen Meilenstein in der Regulierung des Schweizer Glücksspielmarkts. Mit neuen Standorten, mehr Online-Angeboten und klareren Regeln bewegt sich die Schweiz in Richtung eines modernen, aber regulierten Spielbetriebs, mit Chancen, aber auch Herausforderungen für Politik, Gesellschaft und Anbieter.

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Donnerstag, 31. Juli 2025

Poker-Spielerin kämpft in den USA um Millionen

Ein Spiel, ein Gewinn, eine Sperre - und ein langer Rechtsstreit


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:       31. Juli 2025, Jonathan Schönholzer


Der Fall der US-Amerikanerin Jacqueline Davis, über den kürzlich in den US-Medien berichtet wurde, wirft ein grelles Licht auf die rechtlichen Grauzonen im Online-Glücksspiel. Was wie ein spektakulärer Jackpot-Gewinn bei einer Aktionswoche klingt, entwickelte sich zu einem juristischen Marathon. Die zentrale Frage: Muss ein Online-Casino seinen eigenen Gewinnversprechen auch dann nachkommen, wenn ein Softwarefehler vorliegt?

Der Fall Jacqueline Davis – Was ist passiert?

Im März 2021 nahm Jacqueline Davis an der sogenannten Luck O’ The Roulette-Aktion auf der Plattform BetMGM teil - einem der grössten Online-Casinos der USA. Sie startete mit einem kleinen Einsatz von 4,50 US-Dollar und spielte mehrere Tage lang. Dabei schien sie das Glück auf ihrer Seite zu haben: Zwischenzeitlich knackte sie die 10-Millionen-Dollar-Marke und beendete die Session mit einem satten Gewinn von 3,3 Millionen Dollar.

Als Davis daraufhin 100'000 Dollar zur Auszahlung beantragte, erhielt sie zunächst eine E-Mail mit Glückwünschen. Kurz darauf jedoch wurde ihr Konto gesperrt. Die Begründung von BetMGM: Es habe einen „Softwarefehler“ gegeben, der die angezeigten Gewinne ungültig mache.

Davis sah sich um ihr rechtmässiges Preisgeld gebracht und reichte Klage ein – doch der Weg vor Gericht war alles andere als einfach.

Rechtliches Tauziehen um das Glücksspielgesetz

BetMGM berief sich auf das Glücksspielgesetz des US-Bundesstaates Michigan - den Lawful Internet Gaming Act von 2019. Das Unternehmen argumentierte, dass dieses Gesetz Privatklagen gegen lizenzierte Glücksspielanbieter ausschliesse.

Dieser Punkt war zentral, denn wenn die Argumentation gestimmt hätte, hätte Davis überhaupt kein Recht gehabt, eine Klage einzureichen - ungeachtet der Frage, ob sie betrogen wurde oder nicht.

Der Fall wanderte durch mehrere Instanzen und erreichte schliesslich den Obersten Gerichtshof von Michigan. Dort entschieden die Richter nun, dass das Gesetz zwar die Glücksspielanbieter reguliert, aber Privatklagen nicht pauschal ausschliesst. Damit bekam Davis grünes Licht, ihre eigentliche Klage einzureichen. Diese wird nun vor dem Wayne County Circuit Court verhandelt.

Was bedeutet das für andere Spielerinnen und Spieler?

Der Fall ist weit mehr als ein kurioser Einzelfall. Er wirft grundlegende Fragen auf, die auch in Europa – und in der Schweiz - immer wieder Thema sind:

  • Müssen Online-Casinos für Softwarefehler haften?

  • Wie transparent sind die Spielbedingungen?

  • Wie gut sind Spieler rechtlich geschützt, wenn etwas schiefgeht?

Auch in der Schweiz sind Online-Glücksspiele seit 2019 legal, sofern sie von einem inländischen Anbieter mit offizieller Konzession betrieben werden - etwa von Swiss Casinos oder Grand Casino Baden. Die Eidgenössische Spielbankenkommission überwacht den Betrieb und sorgt für die Einhaltung der Regeln.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten: In den allgemeinen Geschäftsbedingungen vieler Anbieter finden sich Klauseln, die Gewinne im Falle „technischer Probleme“ einschränken oder ausschliessen können. Solche Formulierungen müssen jedoch verhältnismässig und rechtlich haltbar sein - was im Zweifel nur ein Gericht klären kann.

Softwarefehler oder Taktik?

Der Verdacht liegt nahe, dass sich Anbieter wie BetMGM auf Softwarefehler berufen, um grosse Auszahlungen zu vermeiden. Ob das im konkreten Fall von Davis gerechtfertigt war, bleibt offen. Dass ihr Konto jedoch erst nach dem Gewinn gesperrt wurde - und nicht während des Spiels - wirkt zumindest fragwürdig.

Die Entscheidung des Obersten Gerichts ist daher nicht nur ein Etappensieg für Jacqueline Davis, sondern ein wichtiges Signal für die gesamte Online-Glücksspielbranche: Wer mit grossen Gewinnen wirbt, muss auch bereit sein, sie auszuzahlen - oder klar darlegen, warum nicht.

Kein Spiel ohne Regeln - und Rechte

Der Fall Davis zeigt, wie schnell ein Glücksmoment zur Frustration werden kann - besonders im digitalen Glücksspiel. Gerade im Poker, Roulette oder bei Spielautomaten können grosse Gewinne innerhalb von Sekunden entstehen. Doch ob man sie auch bekommt, hängt oft weniger vom Glück als vom Rechtssystem ab.

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Montag, 21. Juli 2025

WSOP 2025: Alle Poker-Gewinner, Highlights & Regeln im Rückblick

World Series of Poker Las Vegas 2025: Ein historischer Sommer voller Pokerstars, Millionen und neuer Rekorde

Die 56. World Series of Poker (WSOP) ist abgeschlossen – und sie war eine der spektakulärsten Austragungen aller Zeiten. Vom 27. Mai bis 16. Juli 2025 verwandelten sich das Paris Las Vegas und das benachbarte Horseshoe Casino erneut in das Zentrum der internationalen Pokerszene. Mit 99 offiziellen Events, dutzenden Side-Turnieren und einer Rekordsumme an ausgeschütteten Preisgeldern wurde Pokergeschichte geschrieben. Grosse Namen wie Michael Mizrachi, Shaun Deeb, Benny Glaser und Jason Koon machten von sich reden – ebenso wie eine Vielzahl an neuen WSOP-Bracelet-Gewinnern, die erstmals auf der grossen Bühne glänzten.


Wer alle Turniersieger der WSOP 2025 mit Bildern und Details sehen will, findet die Übersicht auf der offiziellen Seite:
👉 Alle WSOP 2025 Turnier-Gewinner mit Foto

Neue Regeln – mehr Klarheit und Kontrolle

Die WSOP 2025 setzte auf ein striktes Regelwerk, das in mehreren Punkten konkretisiert oder verschärft wurde. Für Spieler bedeutete das: Vorbereitung und Disziplin waren gefragt.

Eine der wichtigsten Änderungen betraf die Online-Registrierung über die Plattform WSOP+. Wer sich für ein Turnier online anmeldete (z. B. mit Kreditkarte oder PayPal), musste spätestens eine Stunde vor Start zur Vor-Ort-Verifikation erscheinen – sonst war die Teilnahme nicht möglich. Diese Massnahme sollte Ghost-Registrierungen und Missbrauch unterbinden und die Abläufe für das Personal vereinfachen.

Ein weiterer Fokus lag auf den beliebten Bounty-Events. Bei „Mystery Bounty“-Turnieren wie dem $1,000 Mystery Millions (Event #1) oder dem $10,000 Mystery Bounty (Event #11) durften Bountys erst ab Tag 2 gezogen werden. Wer seinen Bounty-Marker verlor oder nicht mehr besass, musste die entsprechende Summe nachzahlen – ein fairer und transparenter Umgang mit den Sonderpreisen.

Die Turnierleitung setzte zudem konsequent auf Fairness am Tisch: Elektronische Hilfsmittel wie Solver, Charts oder Coaching-Apps waren strikt verboten. Auch Zuschauer durften sich nicht einmischen oder Live-Streams am Handy verfolgen. Bei Verstössen drohten sofortige Disqualifikation und ein Ausschluss von der gesamten Turnierserie.

Historische Siege und emotionale Comebacks

Die WSOP 2025 brachte eine Vielzahl bemerkenswerter Leistungen hervor. Besonders im Fokus: Michael Mizrachi. Der Amerikaner gewann das traditionsreiche $50,000 Poker Players Championship (Event #66) und sicherte sich damit sein 7. Bracelet – ein Meilenstein, den nur eine Handvoll Profis je erreicht haben. Mit seinem aggressiven Stil und einem nahezu perfekten Finaltisch setzte er ein Ausrufezeichen hinter seine Karriere.

Auch Benny Glaser beeindruckte: Der britische Mixed-Game-Spezialist holte sich gleich drei Bracelets (Events #8, #15 und #56) und gehört nun zur exklusiven Gruppe der „Eight-Time Champions“. Ähnlich erfolgreich war Shaun Deeb, der mit dem Sieg im $100,000 Pot-Limit Omaha High Roller (Event #79) sein 7. Bracelet holte – begleitet von einem Preisgeld von über 2,9 Millionen Dollar.

Mit dem Sieg im teuersten Turnier der Serie – dem $250,000 Super High Roller (Event #46) – gelang Seth Davies der bislang grösste Triumph seiner Karriere. Er nahm satte 4,75 Millionen Dollar mit nach Hause.

Die komplette Liste: Alle Gewinner der WSOP 2025

Michael Wilklow gewann das Event #1 ($1,000 Mystery Millions), Phovieng Keokham holte sich Event #2 ($500 Industry Employees No-Limit Hold'em), Antonio Galiana siegte in Event #3 ($5,000 8-Handed No-Limit Hold’em), David Schmuel setzte sich bei Event #4 ($1,500 Omaha Hi-Lo 8 or Better) durch, Caleb "Bruno" Firth gewann Event #5 ($5,000 Pot-Limit Omaha), Dan Heimiller triumphierte bei Event #6 ($1,500 Seven Card Stud), Artur Martirosian gewann das Heads Up Championship in Event #7 ($25,000), Benny Glaser holte sich Event #8 ($1,500 Dealers Choice), Ryan Bambrick siegte bei Event #9 ($10,000 Omaha Hi-Lo 8 or Better), Kenneth Kim gewann Event #10 ($600 No-Limit Hold’em Deepstack), Yosef Fox entschied Event #11 ($10,000 Mystery Bounty) für sich, Brad Ruben war siegreich in Event #12 ($1,500 No-Limit 2-7 Lowball Draw), Christopher Staats gewann Event #13 ($1,500 6-Handed No-Limit Hold’em), Lou Garza dominierte Event #14 ($25,000 High Roller PLO/NLH Mixed), Benny Glaser setzte sich erneut durch bei Event #15 ($1,500 Mixed: PLO Hi-Lo 8 or Better), Cristian Gutierrez siegte in Event #16 ($600 Pot-Limit Omaha Deepstack), Scott Bohlman holte Event #17 ($2,000 No-Limit Hold'em), Ryan Hoenig gewann Event #18 ($10,000 Dealers Choice 6-Handed Championship), Courtenay Williams dominierte Event #19 ($500 Colossus), Michael Lavin sicherte sich Event #20 ($1,500 NLH Shootout), Zachary Zaret siegte bei Event #21 ($1,500 PLO Hi-Lo 8 or Better), Blaz Zerjav gewann das High Roller Event #22 ($25,000 6-Handed), Aloisio Dourado entschied Event #23 ($1,500 Badugi) für sich, Xixiang Luo holte Event #24 ($1,500 PLO Double Board Bomb Pot), Nick Guagenti gewann Event #25 ($10,000 Seven Card Stud Championship), Chang Lee siegte bei Event #26 ($25,000 NLH High Roller), Igor Zektser dominierte Event #27 ($1,500 Big O), Tyler Brown gewann Event #28 ($600 Mixed NLH/PLO Deepstack), Mark Darner holte Event #29 ($2,500 NLH), Nick Schulman entschied Event #30 ($10,000 No-Limit 2-7 Lowball Draw) für sich, Jonathan Stoeber siegte in Event #31 ($800 NLH Deepstack), Jason Koon gewann das $50,000 High Roller (Event #32), Jason Duong setzte sich bei Event #33 ($1,500 Limit Hold’em) durch, John Racener dominierte Event #34 ($1,500 Super Turbo Bounty), Renat Bohdanov gewann Event #35 ($3,000 Freezeout NLH), Philip Sternheimer siegte bei Event #36 ($10,000 PLO Hi-Lo 8 or Better), Klemens Roiter entschied Event #37 ($1,500 Monster Stack) für sich, Joao Vieira holte das $100,000 High Roller (Event #38), Andrey Zhigalov siegte in Event #39 ($1,500 H.O.R.S.E.), David "ODB" Baker gewann Event #40 ($5,000 Seniors High Roller), Ian Johns setzte sich bei Event #41 ($10,000 Limit Hold’em Championship) durch, Carlos Leiva dominierte Event #42 ($1,000 PLO), Allan Le siegte bei Event #43 ($1,500 Razz), Veerachai Vongxaiburana gewann Event #44 ($10,000 Big O Championship), Joey Couden holte sich Event #45 ($500 Salute to Warriors), Seth Davies gewann Event #46 ($250,000 Super High Roller), Jason Daly entschied Event #47 ($2,500 Mixed Omaha/Stud Hi-Lo), Tyler Patterson holte Event #49, Brian Rast gewann Event #50, Dennis Weiss dominierte Event #51, Samuel Rosborough holte Event #52, Matt Vengrin siegte in Event #54, Kristopher Tong gewann Event #55, Dylan Linde Event #57, Robert Wells Event #58, Sebastiaan de Jonge Event #59, Moshe Gavrieli Event #60, Craig Savage Event #61, Andjelko Andrejevic Event #62, Aaron Cummings Event #63, Lonny Weitzel Event #64, Team Kerber Event #65, Yilong Wang Event #68, Blaz Zerjav erneut Event #69, Shiina Okamoto Event #70, Alexander Wilkinson Event #71, Rainer Kempe Event #72, Narcis Nedelcu Event #73, Michael Wang Event #74, Martin Kabrhel Event #75, Aaron Kupin Event #76, Qinghai Pan Event #77, Nick Ahmadi Event #78, Shaun Deeb Event #79, Giuseppe Zarbo Event #80, Mike Gorodinsky Event #82, Cary Katz Event #83, Zdenek Zizka Event #84, Justin Fawcett Event #85, Ferenc Deak Event #86, Netanel Stern Event #87, Khoi Le Nguyen Event #88, Nelson Mari Sanchez Event #90, Kasparas Klezys Event #91, Joshua Boulton Event #92, Ryutaro Suzuki Event #93, Mariano Balfagon Event #95.

Rückblick auf alle Main-Event-Sieger seit 1970

Für alle, die sich für die Geschichte der WSOP interessieren, bietet diese Übersicht einen spannenden Rückblick:
Liste aller WSOP Main-Event-Gewinner von 1970 bis 2025

Von Johnny Moss bis Daniel Weinman, von Chris Moneymaker bis Hossein Ensan – das Main Event der WSOP ist und bleibt der prestigeträchtigste Titel im Pokersport.

Für Schweizer Pokerfans: Casinospiele auch zuhause erleben

Die WSOP ist der Olymp des Pokerspiels – aber auch in der Schweiz wächst das Interesse an Casino-Events und privaten Pokerabenden. Zwei Angebote sind besonders empfehlenswert:

🔹 www.casinoshop.ch – Der Schweizer Onlineshop für Casinozubehör: Von hochwertigen Pokersets über Spieltische bis zu Roulette-Equipment.
🔹 www.casinorent.ch – Professionelle Casino-Miete für Firmenanlässe, Messen und Geburtstagsfeiern – inklusive Croupiers, Spielmaterial und Dekoration.

Wer also selbst ein „Mini-WSOP-Feeling“ in der Schweiz erleben möchte, findet hier die passenden Anbieter.

Fazit: Die WSOP bleibt das Nonplusultra des Pokersports

Die WSOP 2025 bot alles, was Pokerspieler und Fans sich wünschen: Spannung, neue Champions, grosse Comebacks und fairen Wettbewerb. Wer sich hier durchsetzt, schreibt Geschichte. Die konsequente Umsetzung der Regeln, die Vielfalt der Formate und das hohe spielerische Niveau machen die WSOP nach wie vor zum weltweit bedeutendsten Pokerturnier.

Wir freuen uns schon jetzt auf 2026.


Quellen:

WSOP Offizielles Regelwerk 2025 (PDF)
Alle WSOP 2025 Turnier-Gewinner mit Foto
Alle WSOP Main-Event-Sieger von 1970–2025

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Preisgelder in USD, Stand Juli 2025.


Montag, 14. Juli 2025

WSOP Main Event 2025 vor dem Finale – So geht die Pokerwelt danach weiter

World Series of Poker 2025 geht in die Verlängerung: Diese Poker-Turniere folgen nach Las Vegas

Während sich in Las Vegas das prestigeträchtigste Pokerturnier der Welt im Horseshoe Las Vegas seinem Höhepunkt nähert, richtet sich der Blick der Szene nicht nur auf den Final Table des WSOP Main Events, sondern auch auf die kommenden Highlights rund um den Globus. Die World Series of Poker (WSOP) ist längst kein einmaliges Event mehr – sie ist ein weltumspannendes System aus hunderten Turnieren.


WSOP Main Event 2025 – Das grosse Finale läuft

Das Herzstück der WSOP ist das Main Event, offiziell Event #81, mit einem Buy-in von 10'000 US-Dollar. Bei der diesjährigen Ausgabe 2025 gingen sagenhafte 9’735 Spieler an den Start – ein neuer Rekord wurde nur knapp verfehlt.

Der Preispool beträgt massive 92’579’850 US-Dollar, wobei der zukünftige Champion auf dem Finaltisch nicht weniger als 10 Millionen Dollar kassieren wird. Aktuell stehen die letzten neun Spieler fest – sie kämpfen um den vielleicht begehrtesten Titel der Pokerwelt: WSOP Main Event Champion.

Doch mit dem Finale in Las Vegas ist das Pokerjahr noch lange nicht vorbei. Nach dem Main Event geht es direkt weiter – mit den WSOP Circuit Events (WSOPC) in den USA, Kanada, Europa und der Karibik sowie der World Series of Poker Europe (WSOPE) im King’s Resort Rozvadov.

Casinonews.ch gibt dir den Überblick über alle internationalen WSOP-Events nach Las Vegas.

Juli 2025 – WSOPC startet sofort durch

Direkt nach der WSOP Las Vegas geht es los im Choctaw Casino Resort in Durant, Oklahoma. Vom 16. bis 27. Juli wird dort um WSOP-Ringe gespielt. Die Location ist ein Dauerbrenner im Circuit-Kalender und zieht besonders viele Spieler aus Texas an.

Ab 25. Juli steht mit dem Olympic Park Casino in Tallinn das erste internationale Circuit-Turnier an. Estlands Hauptstadt ist längst kein Geheimtipp mehr. Das Casino bietet moderne Infrastruktur und zieht viele Spieler aus Skandinavien, dem Baltikum und Zentraleuropa an.

August 2025 – Europa und Nordamerika in Hochform

Am 1. August startet der Circuit in Bratislava. Das Card Casino zählt zu den wichtigsten Poker-Adressen in Osteuropa und punktet mit tiefen Strukturen und einem internationalen Teilnehmerfeld.

In den USA laufen im August gleich mehrere Circuit-Events parallel: Harrah’s Cherokee in North Carolina, Harrah’s Atlantic City, das Graton Resort in Kalifornien und Caesars New Orleans sind mit dabei.

Besonders hervorzuheben ist Playground in Kahnawake, Kanada – eines der renommiertesten Pokerhäuser Nordamerikas mit Top-Organisation und Nähe zu Montreal.

September 2025 – WSOPE in Rozvadov, Europas Poker-Mekka

Mit dem King's Resort in Rozvadov steht der wohl wichtigste Poker-Spot Europas an. Vom 17. September bis 8. Oktober laufen hier gleich zwei Events parallel: Der WSOP Circuit Rozvadov und die World Series of Poker Europe (WSOPE).

Die WSOPE ist das europäische Pendant zur Las Vegas-Serie und vergibt echte WSOP-Bracelets. Das King's Resort bietet dafür perfekte Bedingungen – über 160 Pokertische, rund um die Uhr Action und eine Poker-Community, die ihresgleichen sucht.

Weitere Stationen im September sind Council Bluffs bei Omaha, Horseshoe Hammond bei Chicago, Caesars Southern Indiana und Thunder Valley Casino in Kalifornien.

Oktober 2025 – Poker rund um den Globus

Der Pokerzirkus macht im Oktober Halt in Calgary im Deerfoot Inn & Casino – ein familiärer, aber etablierter Circuit-Stopp in Kanada.

In den USA läuft der Circuit in Baltimore, Florida (Pompano Beach), Lake Tahoe und erneut in Choctaw Durant.

Auch Zypern steht auf dem Turnierkalender: Das exklusive Merit Royal Diamond Hotel lädt zum internationalen Circuit-Stopp mit Strandlage, Luxus und Poker auf höchstem Niveau.

Rozvadov ist nochmals Gastgeber eines WSOPC-Events im Oktober – ideal für alle, die im September leer ausgingen.

November 2025 – Zwischen Panama, Italien und Las Vegas

Im November erreicht der Circuit seine globale Spannweite. Gespielt wird im Hilton Hotel in Panama City, im Casino Middelkerke in Belgien, im Commerce Casino in Los Angeles und im traditionsreichen Casino Sanremo an der italienischen Riviera.

Auch Las Vegas ist wieder mit dabei: Im Horseshoe Las Vegas läuft vom 21. November bis 3. Dezember ein WSOPC-Event – diesmal ohne Main Event-Glanz, aber mit starker lokaler Beteiligung.

Weitere Locations sind Playground in Kanada, Dusk Till Dawn in Nottingham (UK) und Harrah’s Cherokee in North Carolina.

Dezember 2025 – Finale in der Karibik: WSOP Paradise

Der krönende Abschluss des Jahres findet im Atlantis Resort auf Paradise Island auf den Bahamas statt. Die WSOP Paradise läuft vom 4. bis 18. Dezember 2025 und bietet alles, was das Pokerherz begehrt: Sonne, Luxus, Millionenpreisgelder und ein entspanntes Umfeld.

Mit diesem Event verabschiedet sich die World Series of Poker für 2025 – um spätestens im Frühling 2026 mit neuen Circuit-Stationen zurückzukehren.

Poker nonstop: So geht’s 2025 weiter

WSOP ist längst mehr als nur Las Vegas. Mit Circuit Events und der WSOPE gibt es weltweit Chancen auf Ringe, Bracelets und Titel. Wer international Poker spielen will, kommt an diesen Events nicht vorbei. Ob Rozvadov, Tallinn, Zypern oder Bahamas – WSOP 2025 liefert ein globales Feuerwerk für die Pokerszene.

Casinonews.ch bleibt für dich dran und berichtet demnächst über alle Finalresultate der WSOP Las Vegas – inklusive des neuen Main Event Champions 2025. Tipp: Besuche den Swisspokershop für Poker-Artikel.

Hinweis:
Die genannten Termine, Austragungsorte und Preisgelder basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und können sich kurzfristig ändern. Casinonews.ch übernimmt keine Garantie für Vollständigkeit oder Richtigkeit, bemüht sich jedoch stets um aktuelle und verlässliche Inhalte.

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