Dienstag, 3. März 2026

Zwischen Aberglaube und Nervenkitzel – Die faszinierendsten Casino-Rituale der Welt

Vom Feng Shui bis zum Spielautomaten-Streicheln: Kuriose Casino-Traditionen rund um den Globus

Lesezeit:         4 Min.
Publikation:    03. März 2026, Jessy Thür

Casinos stehen für Glamour, Nervenkitzel und grosse Gewinne. Doch rund um den Globus haben sich auch ungewöhnliche, teils skurrile Traditionen entwickelt, die Glück bringen oder Unglück abwenden sollen. Hier sind einige der faszinierendsten Casino-Bräuche weltweit.

Karten und Handablesen

1. Orangen für den Jackpot – Glücksspiel in Macau

In Macau, dem grössten Glücksspielzentrum der Welt, glauben viele Spieler an Feng-Shui-Prinzipien. Besonders beliebt ist es, Orangen mit ins Casino zu bringen.

Orangen gelten in der chinesischen Kultur als Symbol für Reichtum und Wohlstand. Manche Spieler essen sie vor dem Spiel, andere platzieren sie diskret auf dem Tisch – in der Hoffnung auf einen Glückssegen.

Hintergrund: Feng Shui soll den Energiefluss („Qi“) positiv beeinflussen und so das Glück steigern.

2. Klopfen für gute Karten – Craps in Las Vegas

In Las Vegas ist es üblich, vor einem Wurf beim Craps-Tisch leicht auf die Tischkante zu klopfen. Dieses Ritual soll Glück bringen – ähnlich wie das „Auf Holz klopfen“ in Europa.

Einige Spieler bestehen sogar darauf, dass niemand den Tisch verlässt, solange eine Gewinnserie läuft. Wer das tut, gilt schnell als „Unglücksbringer“.

3. Kein Pfeifen am Spieltisch – Aberglaube in Monte Carlo

Im berühmten Casino de Monte-Carlo gibt es – wie in vielen europäischen Spielbanken – eine alte Regel: Nicht pfeifen!

Der Aberglaube stammt ursprünglich aus der Seefahrt. Seeleute glaubten, Pfeifen könne Stürme heraufbeschwören. Übertragen auf das Casino bedeutet das: Pfeifen vertreibt das Glück.

4. Unglückszahl 4 in Asien

In vielen asiatischen Casinos – etwa in Singapur oder Hongkong – wird die Zahl 4 gemieden.

Der Grund: Die Aussprache der Zahl ähnelt im Chinesischen dem Wort für „Tod“. Deshalb fehlen in manchen Hotels und Casinos ganze Etagen mit der Nummer 4 – ähnlich wie die 13 in westlichen Ländern.

5. Dresscode als Glücksbringer – London

In traditionellen britischen Casinos, etwa im exklusiven The Ritz Club (historisch im The Ritz London beheimatet), galt lange ein strenger Dresscode.

Viele Stammgäste glauben bis heute:
Wer elegant gekleidet ist, zieht auch elegantes – sprich: gutes – Glück an.

Abendkleid und Smoking sind hier nicht nur Stilfrage, sondern Teil einer fast rituellen Casino-Kultur.

6. Spielautomaten streicheln – USA

In amerikanischen Casinos beobachten Mitarbeiter immer wieder Spieler, die vor dem Drücken des „Spin“-Knopfes ihren Automaten berühren oder streicheln.

Der Glaube dahinter: Der Automat soll „spüren“, dass man es gut mit ihm meint – und das Glück entsprechend zurückgeben.

Psychologen sehen darin ein klassisches Beispiel für Kontrollillusion – das Gefühl, Einfluss auf ein zufälliges Ereignis zu haben.

7. Glückstage und Mondkalender – China

Viele High Roller in Macau wählen ihre Casinobesuche nach dem chinesischen Mondkalender. Besonders beliebt sind Tage mit der Zahl 8, die in China für Reichtum steht.

Während des chinesischen Neujahrs steigen die Umsätze traditionell stark an – Glücksspiel gilt hier als symbolischer Start in ein wohlhabendes Jahr.

Zwischen Ritual und Realität

Ob Orangen, Klopfzeichen oder Zahlensymbolik – Casino-Traditionen zeigen, wie eng Glücksspiel mit Kultur, Aberglaube und Psychologie verbunden ist.

Trotz aller Rituale bleibt eines sicher:
Am Ende entscheidet der Zufall.

Doch vielleicht fühlt sich ein Spiel mit einer kleinen Glückstradition einfach spannender an.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Zwischen Aberglaube und Nervenkitzel – Die faszinierendsten Casino-Rituale der Welt

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